Schulleiterin Anita Blasig begrüßte die Anwesenden herzlich und betonte die Bedeutung dieses Tages. Besonders hob sie hervor, dass in diesem Jahr zum ersten Mal auch Jungen ihren Abschluss an der Realschule Hensoltshöhe machten – ein historischer Moment in der Schulgeschichte. Sie unterstrich die Relevanz des Realschulabschlusses als stabiles Fundament für den weiteren Lebensweg der Jugendlichen. Einen geistlichen Impuls gab Pfarrer Dr. Becker, der als Trägervertreter sprach. Er erinnerte an die lange Bildungstradition in Gunzenhausen, die bereits 1919 mit der ersten staatlich anerkannten Schule begann. Mit der Aufnahme von Jungen im Jahr 2019 habe sich nicht nur das pädagogische Profil der Schule gewandelt – auch das Kollegium sei gefordert gewesen, sich auf neue Dynamiken einzustellen.
Landrat Manuel Westphal überbrachte ein Grußwort des Landkreises und lobte die Realschule Hensoltshöhe für ihre Wertevermittlung. „Die mittlere Reife ist ein bedeutender Meilenstein“, betonte er und würdigte die Schule als wichtige Säule der Bildungslandschaft im Landkreis.
Auch Bürgermeister Karl-Heinz Fitz gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich. Er sprach von Stolz, Erleichterung und Dankbarkeit – nicht nur seitens der Schüler, sondern auch der Eltern. „Viele Menschen haben zu diesem Erfolg beigetragen“, sagte er und ermutigte die Jugendlichen, mit Selbstvertrauen und Zuversicht in ihre Zukunft zu gehen.
Für den Elternbeirat ergriff Frau Bodensiek das Wort. Sie sprach über den Stolz der Eltern und das Durchhaltevermögen der Schüler, die in den letzten Jahren Fleiß und Teamgeist bewiesen hätten.
Zwischen den Reden sorgte der Schulchor für musikalische Höhepunkte – unter anderem mit einer schwungvollen Interpretation des „Cup Song“ und später mit dem Lied „Price Tag“, das die Veranstaltung stimmungsvoll untermalte.
Höhepunkt war die feierliche Zeugnisübergabe. Die Klassenleiter verlasen die Namen der Absolventen, bevor Schulleiterin Blasig jedem persönlich das Abschlusszeugnis überreichte. Herr Reuter von der Raiffeisenbank übergab Blumen, Sr. Juliane Geschenke des Freundeskreises. Für besonderes Engagement wurden unter anderem die Schulsanitäter, Tutoren, Schülersprecher, Klassensprecher und Streitschlichter geehrt.
Jahrgangsbeste Emilia Bodensiek (10B) schloss ihre Realschulzeit mit einem Traumdurchschnitt von 1,08 ab. Weitere bemerkenswerte Durchschnitte erzielten Lina Bach mit 1,33 (10A), Hanna Bach mit 1,42 (10B), Amelie Oster mit 1,42 (10B), Helene Müller mit 1,58 (10B), Paula Wolf mit 1,58 (10A), Lukas Bauszus mit 1,67 (10A), Anne Schmid mit 1,67 (10B), Medina Mavric mit 1,75 (10B), Lisa Zäh mit 1,75 (10B) und Selina Unöder mit 1,83 (10A).
Auch die Absolventen selbst kamen zu Wort. Schülersprecher Pascal Markert ließ in seiner Rede die vergangenen Jahre Revue passieren – von den ersten Tagen in der fünften Klasse über Herausforderungen in Mathematik und Fremdsprachen bis hin zu gemeinsamen Erlebnissen wie der Abschlussfahrt nach Straßburg oder der Feier auf der MS Brombachsee. Dabei betonte er, dass Bildung und Anstand stets zentrale Ziele gewesen seien. Seinen Dank richtete er sowohl an die Lehrkräfte als auch an die Eltern.
Zum Schluss nutzten einige Schüler die Gelegenheit, sich persönlich bei ihren Lehrerinnen und Lehrern zu bedanken. Den feierlichen Abschluss bildeten ein Gebet und der Segen von Pfarrer Dr. Becker, der die Jugendlichen unter Gottes Schutz in ihren neuen Lebensabschnitt entließ.
Mit Stolz, Dankbarkeit und vielen guten Wünschen endete ein unvergesslicher Tag, der den Absolventinnen und Absolventen lange in Erinnerung bleiben dürfte.
